“Bus ist mir zu langsam, ich brauche Gleise”

Still ruht der See bei Berlin United in der Corona Krise +++ Erster Stammspieler verlässt den abgeschlagenen Topfavoriten der  Berlin Liga +++ Fahren die Schnellzüge noch auf den richtigen Gleisen Herr Teichmann ?

Paul Büchel, Yves Benjamin Brinkmann, Thiago Rockenbach da Silva, Murat Turhan, Gelicio Aurelio Banze, Görkem Özsoy, Aramis Babaev, Kiminu Mayoungou, Stefan Gehring, Yasin Ilter und Soner Demiryürek. Fast ein gesamtes Team aus Ex Regionalliga- und Oberligaspielern wurde nach dem Aufstieg in die Berlin Liga für die Mission “Zeitnaher Aufstieg in die Oberliga” verpflichtet. Von Aufstiegscoach und Ex Weltmeister Thomas Häßler trennte man sich, um mit Fabian Gerdts einen jungen und  aufstrebenden  A-Lizenzinhaber vom Liga Konkurrenten Berliner SC zu holen. Nach 22 Spieltagen war dann Schluss wegen Corona, das letzte Spiel ging mit 2:0 gegen Empor verloren. Eine Woche zuvor setzte es im Heimspiel gegen den Fastabsteiger Brandenburg 03 eine peinliche 3:1 Niederlage. Nüchterne Bilanz der Charlottenburger: 14 Punkte Abstand hinter Tabellenführer Stern 1900. Der mit Abstand teuerste Kader der Berlin Liga versank  im Mittelmaß. United Chef Stefan Teichmann seinerzeit zu TDBir SPORT: “Die Saison ist gelaufen, wir planen jetzt schon für die nächste. Seitdem ist es verdammt ruhig geworden um das Projekt “Dritte Kraft in Berlin”. Mit Gelicio Aurelio Banze wird der erste Abgang bekannt, einer der Eckpfeiler im Spiel von Fabian Gerdts. Den Ex Lichtenberg 47 Zentrumspieler zieht es zum Oberligisten Blau Weiß 90 Berlin. Und das soll erst der Anfang sein. Aus internen Kreisen ist zu vermelden, dass viele Spieler den Verein verlassen wollen. Stammspieler   wie Kevin Kruschke oder Yves Brinkmann soll das betreffen. Vor über einem Jahr sah das alles noch hoffnungsvoller aus. Der Verein suchte Jugendtrainer, Nachwuchsspieler, einen Eventmanager für die Heimspiele der ersten Mannschaft, Social-Media-Berater mit Kenntnissen in Englisch, Russisch, Chinesisch, Koreanisch oder Japanisch. Warum? “Man braucht junges Blut, man braucht dynamisches Blut.“ so United Chef Teichmann in einem Tagesspiegel Interview. Große Partner wolle er ins Boot holen, ein Nachwuchsleistungszentrum auf 60 000 Quadratmeter in City-Nähe und mit guter Verkehrsanbindung bauen. „Ich will einen U-Bahn- oder S-Bahn-Anschluss“, sagte Teichmann. „Bus ist mir zu langsam, ich brauche Gleise.“ Als Querdenker und Provokateur präsentierte er sich im März 2019. On Top kündigte er ein Nachwuchszentrum auf Mallorca an, die Vorbereitung auf die Oberligasaison könne dort absolviert werden.  Neue Wege, andere Wege, professionellere Wege.“ . TDBir Sport wollte mit dem United Manager über die verfehlten Ziele sprechen. Einen angeblichen Rechtsstreit mit Ex Trainer Thomas Häßler ansprechen, der außer Kontrolle geraten sein soll.  Nachrichten vom United Chef zu den aktuellen Vertragsverhandlungen erreichten  uns: “Die halbe Mannschaft hat auslaufende Verträge, so wie letzten Sommer die halbe Mannschaft auslaufende Verträge hatte. Corona macht uns durch viele Wege einen Strich durch die Rechnung. Wann wieder in der Berlinliga gespielt wird steht in den Sternen, was ich sehr bedaure”.  TDBir SPORT meint: 1.Liga sieht anders aus.

 

 

 

 

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